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Die rosa Brille

Männerchor
Idee: Claudia Stöckl, Text: Heiner Lempp, Musik: Bernhard Mohl
aus dem Programm: Opens internal link in current windowUnruhe und Wachtraum

Text

Ja denkst Du an die Welt von morgen,
Da kommen Kummer, große Sorgen.
Es bricht Dir beinahe das Herz;
Der Kopf erdröhnt vor lauter Schmerz.

Schluck "Aspirin", schluck "Boxazin",
Dein Geist wird frei durch "Tebonin".
Das Stirnerunzeln, nimm's nicht hin,
davon befreit "Botulinum-Toxin".

Du weißt nicht mehr, wie's weitergeht?
Für die Zukunft der Welt ist es zu spät?
So schön wär's, die Beine hochlegen,
die Gelenke, den Bauch, Dein Inneres pflegen.

Schluck "Antistax", schluck "Dulcolax",
und Vitamine der Firma Neurax.
Protestieren macht heiser? Nimm "Hexoral"!
Ist die Kacke am dampfen, hilft "Laxoberal".

Hast Du die Nase voll, dann hilft "Sinupret".
"Geh wohl" wenn es nicht mehr weitergeht.
Und wenn Du auch dann noch nicht weiter weißt,
frag "Klosterfrau Melissengeist".

Die Rente kommt später? Du musst Dich nicht grämen:
Es gibt ja die "Antifaltencremen" - schon ist es geschafft.
Wer jung und schön sein will ganz schnell,
kauft sich die Pille "Petit Belle".
Geht der Welt Dissonanz Dir einfach zu nah,
dann gibt es "Allegro" und "Lyrika".

Die Zukunft ist düster? Du bleibe heiter!
Alles wird besser durch "Schwedenkräuter".
Wird Herz und Seele dennoch kalt und alt,
hilft "Doppelherz" und "Doppelspalt".